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Die Consumer Electronics Show in Las Vegas

Consumer Electronics Show

Von Jahr zu Jahr wird sie größer: die CES, die Show, die Verbrauchern aufzeigt, wohin die elektronische Reise geht. Vom 6. bis zum 9. Januar gibt es viel Interessantes und Sinnvolles zu sehen, aber auch die nicht ganz so nötigen Gadgets werden zuhauf gezeigt wie ein klappbare Standfahrrad, das seinem Benutzer mit Hilfe einer speziellen Brille vorgaukelt, ein Pferd zu reiten.

Die ehemals auf Unterhaltungselektronik spezialisierte Messe ist heute sehr viel breiter aufgestellt. Natürlich gibt es alles Wichtige aus dem Bereich TV zu sehen: 8K-Fernseher mit HDR-Technologie für mehr Kontrast und sogenannte Quantenpunkte für kräftigere Farben. Passende Player für Blu-Ray-Discs mit der extrem scharfen Ultra-HD-Auflösung werden ebenfalls erwartet.

Samsung will den Fernseher zur Schaltzentrale für das vernetzte Haus erweitern. Mit den neuen Geräten kann man die Waschmaschine starten, das Kinderzimmer kontrollieren, das Licht dimmen oder die Haustür öffnen. Und Hacker sollen draußen bleiben – eine beruhigende Aussage, deren Wahrheitsgehalt sich aber erst noch herausstellen muss. Negative Beispiel gab es in nicht allzu ferner Vergangenheit mehrere. Und mit Informationen aus smarten TV-Geräten und Smartphones lassen sich bildschöne Persönlichkeitsprofile erstellen – die daraus resultierende Sammlung von Daten ist für jede große Firma von Interesse, der ausgespähte Benutzer findet solches eher unangenehm.

Klar zu sehen: Was sich vernetzen lässt wird auch vernetzt. Da die Preise für leistungsfähige Sensoren inzwischen im Cent-Bereich liegen werden die kleinen Fühler überall eingebaut, in Ringe und Gürtel, Hemden und Stirnbänder und vieles mehr. Das sogenannte „Feel“-Armband beispielsweise kann via App seinem Träger die Empfehlung schicken: „Mehr lachen!“

Ein eigener Bereich ist für die große Flotte der Drohnen reserviert und auch die Autohersteller sind in großer Zahl vertreten. Aus Deutschland kamen mit Audi, BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz alle großen deutschen Hersteller. Elektrofahrzeuge, autonomes Fahren, fahrzeugübergreifende Kommunikation – auf der CES sind die wichtigsten Neuheiten zu sehen. Der schweizer Autoaufrüster Rinspeed kombiniert sogar Auto und Drohe: sein „Ʃtos“ basiert auf dem BMW i8 mit Klapplenkrad und Autopilot. Dem Wagen wurde am Heck ein Drohnenlandeplatz spendiert.

Auch an virtuellen Realitäten sind Autobauer interessiert. AUDI zeigt eine VR-Brille, mit der zukünftige Kunden sich ihren Traumwagen wunschgemäß konfigurieren können. Ansonsten ist von den 3D-Brillen für Endkunden nicht allzu viel zu sehen, Modelle für professionelle Entwickler werden allerdings gezeigt. Bis ambitionierte Gamer sich vollständig in ihre Phantasiewelt zurückziehen können wird es wohl noch ein Weilchen dauern.

Den ersten Geruchswecker kann man allerdings schon kaufen. Die bisher angebotenen Duftrichtungen: Dschungel, Meer, Pfefferminz, Espresso, Schokolade und Croissant.