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Der USB-Killer-Stick

Der USB-Killer-Stick

Man hatte es schon gehört: Der USB-Killer-Stick ist da. Ein russischer Bastler mit dem Pseudonym Deep Purple hat ihn erfunden. Sobald man diesen Stick in den USB-Port eines Rechners steckt, werden wichtige elektronische Bestandteile „gegrillt“ – so die Aussage des Erfinders. Mit einem Youtube-Video will er das auch beweisen.

Hergestellt wurde das kleine Biest mit einfachsten Zutaten aus dem Elektronik-Shop. Ein paar starke Kondensatoren werden in Reihe geschaltet, mit einem Transistor verdrahtet – schon ist eine einfache Umspannungs-Elektronikschaltung gebastelt. Wird der Stick in einen USB-Port gesteckt sorgt der dort abzapfbare Ladestrom dafür, dass die Kondensatoren aufgeladen werden. Haben sie ihre volle Kapazität erreicht, wird die gesamte Ladung zurück ins System geschickt – solange, bis kein Strom mehr aus der USB-Buchse kommt. Dann haben die Stromschläge einen dauerhaften Hardwareschaden angerichtet. Allerdings streiten sich Fachleute, ob das wirklich möglich wäre. Denkbar ist es auf alle Fälle.

Über die Crowdfunding-Website Indiegogo möchte der Russe Dmitry Grishin einen ähnlichen Killer-Stick finanzieren und dann vermarkten – zu einem Preis von 99 $ das Stück. Dieser Stick ist nicht ganz so böse, er soll nur dafür sorgen, dass der gerade von ihm belegte Port unbrauchbar wird. Warum er das tun soll? Nun, wer keinen funktionierenden USB-Port an seinem Rechner hat, kann auch keine Daten über einen USB-Datenträger verlieren, er erhöht somit seine Datensicherheit. Mit diesem doch ein wenig seltsamen Argument wird der Stick beworben.

Eines aber gilt als sicher: Die Festplatte kommt bei dieser Art von grobem Unfug nicht zu Schaden, sämtliche Daten bleiben erhalten. Und der Rat von Sicherheitsfachleuten hat weiterhin Gültigkeit: Stecke nie einen unbekannten USB-Stick in den Rechner. Auch wenn er nicht mit Strom um sich schlägt, Schadsoftware auf USB-Sticks gibt es massenweise.

Bildquelle: Afrank99 / Wikimedia – Lizenz: CC3OpenClipartVectors / pixabay